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Schiller mit Hofrat Goethe

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In "Durch Nacht und Wind" werden die beiden Poeten zu Ermittlern Foto: imago/photo2000

Wir schreiben die Jahre 1797 – 1799. Die Freundschaft zwischen Goethe und Schiller gleicht der von Dioskuren. Vergessen ist jene Zeit als der Jüngere durch Anhänglichkeit Goethes Nerven traktierte, der in Schiller nur einen Rivalen sah, während dieser sich in Hass beim Vergleich mit dem von ihm zum Olympier erhobenen Goethe aufrieb. Unlängst erst hatten beide, zum Höhenflug bereit, der zeitgenössischen literarischen Welt den Krieg erklärt und mit dem Literaturskandal von 1797, dem „Xenienalmanach“, einen Riesenerfolg gelandet.

Von Harmonie kann an jenem Märzmorgen, als die Depesche der Herzogin, Mutter des Weimars Regenten Carl August, bei Goethe eintrifft, keine Rede sein. Goethe scheint der …

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