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Mauer vor die Mauer

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Die Graffitis an der Mauer werden vor allem durch die "Mauerspechte" gefährdet Foto: Carsten Koall/Getty Images

Unter Denkmalschutz steht sie schon seit 1991. Jetzt soll die East Side Gallery, mit 1,3 Kilometern längstes noch erhaltenes Stück der Berliner Mauer, auch Unesco-Welterbe werden. So wollen es die Grünen in Friedrichshain-Kreuzberg. Warum nicht, kann man denken und einen Satz Walter Benjamins vom Kopf auf die Füße stellen. Denjenigen nämlich, wonach es kein Dokument der Kultur gebe, das nicht gleichzeitig eines der Barbarei sei. Um einzusehen, dass es auch Zeugnisse der Barbarei gibt, die zugleich als solche der Kultur gelten können, muss man nicht erst den niederländischen Stararchitekten Rem Koolhaas bemühen, der sich 1971 beim Besuch Berlins von der „herzzerreißende…

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