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Gleichgewicht des Schreckens

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Straff und stramm. Militärparade zum 105. Geburtstag von Staatsgründer Kim Il-sung Foto: Ed Jones/AFP/Getty Images

Es gibt kein größeres Übel, als den Feind zu unterschätzen. Die Sentenz wird dem nordkoreanischen Staatsgründer Kim Il-sung zugeschrieben. Mag es zutreffen oder nicht – jedenfalls gründet seine Chuch’e-Ideologie auf solchem Gebot, wenn sie die Triade von politischer Souveränität, wirtschaftlicher Selbstversorgung und militärischer Eigenständigkeit als unverzichtbar für die Volksrepublik in Korea beschreibt. Das Ende der 80er Jahre aufgelegte Nuklearprogramm spiegelt dieses Streben nach Autarkie und Unangreifbarkeit.

Seither beschäftigt diese Herausforderung die internationale Gemeinschaft. Die besteht allerdings nicht, wie oft behauptet, darin, dass man es mit eine…

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