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Die Verschwundenen

In den letzten zehn, fünfzehn Jahren sind auch in Österreich viele neue Kleinverlage entstanden, die sich auf dem Markt ganz gut behaupten. Größere Beweglichkeit, schärfer abgesteckte Profile: Wenn es nach Jürgen Schütz vom Wiener Septime-Verlag geht, dürfen sich die Großen vor ihnen in Acht nehmen, nicht umgekehrt. „Wir sind die Konkurrenz“, sagt Schütz. „Und wir wollen kein Mitleid, sondern Respekt.“

Der Plan, einen Verlag zu gründen, entstand ursprünglich gemeinsam mit seinem Freund Ralf Doege, der stieg aus, ehe es ernst wurde, aber das Programm hat er entscheidend mitkonzipiert – und das Literaturveständnis, für das Septime steht, geformt.

Zu Anfang war Schütz allein mit seinem Laptop und einem Steuerberater. Ganz wichtig, sagt Schütz: „die renommierten Übersetzer im Rücken, die de…

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