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Vaterunser mit Allah

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Bildnis der Heiligen Maria in Beirut, Libanon

Foto: ZUMA Wire/IMAGO

„Irgendwo in Afrika saß unter einem Schilfdach auf einem Holzstuhl ein hagerer Mann mit schwarzem Gesicht und dichtem weißem Haar. Auf seinem Schoß hatte er ein kleines Mädchen …“ So beginnt der Roman von Chaza Charafeddine – im Märchenton, weil der Alte der Kleinen von Wundern erzählt und weil die Vertrautheit sie stärkt. Das Kind spürt vage, dass zwischen der ärmlichen Hütte des Alten und den wohlhabenden Eltern eine Barriere ist. Und die Autorin, die hier aus ihrem Leben erzählt, bleibt ganz bei ihren damaligen Eindrücken. Ihr Staunen darüber überträgt sich wie ein Zauber.

Der Alte hat der Kleinen ein weiches grünes Tuch geschenkt, das sie vor böser Magie schützen soll. Das Tuch verliert sie, als die Familie z…

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