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1898: Besuch vom Spuk

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Der Schreibtisch in Fontanes letzter Berliner Wohnung, Potsdamer Straße 134c

Foto: Ullstein Bild

Mitte August 1898 leidet der Dichter an einer „kannibalischen Hitze“, die Karlsbad während seiner Sommerkur in Schach hält. Trost versprechen allein die aus Berlin von Verlegersohn Friedrich eintreffenden Druckfahnen der Buchausgabe des Romans Der Stechlin. Nach dem Vorabdruck in der Zeitschrift Land und Meer gibt es derart viele Vorbestellungen, dass die erste Auflage schon vergriffen ist. Eine Genugtuung, denn mit dem Stechlin sollte mehr denn je ein Werk gelingen, „dessen Gestalten sich in die Gestalten des wirklichen Lebens einreihen“, sodass man in Erinnerung an eine bestimmte Lebensepoche, so Theodor Fontane im Tagebuch, nicht mehr genau wisse, „ob es gelebte oder gelesene Fi...

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