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Unendlicher Spaß

Sci-Fi-Literatur spielt auf den unterschiedlichsten Ebenen und Niveaus mit Ängsten und Hoffnungen ihrer Leserschaft und ist damit immer ein Brennglas ganz und gar gegenwärtiger Befindlichkeiten. Jules Verne zum Beispiel verarbeitet die technologische Aufbruchseuphorie des Fin de Siècle. Mit dem Atomzeitalter schießen die Dystopien wie Pilze aus dem Boden. Ab den 1960ern beginnt dann, dank Stanislaw Lem oder Arthur C. Clarke, eine Reflexion über die Beziehung zwischen Bewusstsein und Kybernetik. Die Erzählungen passen sich also der Komplexität der Realität an.

So gesehen bedient sich Tal M. Klein eines klugen Kniffs, sein Ich-Erzähler kommt uns bekannt vor. Der Tonfall von Sam Spade oder Philip Marlowe schwingt da aus vergangenen Zeiten ins Jahr 2147 hinüber, und weil das so vertraut kling…

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