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Ommer und Oper

Irgendwann im Laufe der mehr als sechs Stunden Dokumentarfilm sagt die Frau, die fremd war, in Richtung der Leute, die verwurzelt sind und keine Fremden wollten bei sich vor der Haustür, sie bekämen eine Oper aufgeführt durch die Ankunft der Fremden. Also ein Spektakel, das Unterhaltung und Abwechslung garantiert und ordentlich Gesprächsstoff produziert.

Wie man diesen Gesprächsstoff formen kann, zeigt die sechsteilige Dokumentarserie Wild Wild Country von den Brüder Maclain und Chapman Way. „Oper“ erscheint dabei fast als zu bescheidener Begriff, denn die Geschichte davon, wie die indische Bhagwan-Kommune 1981 in die amerikanische Provinz kam, reicht an großkalibrigere Begriffe wie Mythos. Eigentlich geht es in Wild Wild Country um alles, was uns heute noch beschäftigt: um Kapitalismus…

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