Loading

Elefant auf Pluto

Es ist an der Zeit für ein Geständnis. Irgendwann Mitte der Nullerjahre habe ich mich nach einem Jahrzehnt der euphorischen Hingabe etwas von Mouse On Mars entfernt. Nicht derart, dass mir plötzlich wirklich kritische oder gar böse Worte über Andi Toma und Jan St. Werner über die Lippen gekommen wären. Doch war die magnetische Anziehungskraft der Neugierde verloren gegangen, die sie in den Jahren nach den fulminanten ersten Veröffentlichungen Vulvaland (1994) und Iaora Tahiti (1995) und bis hin zu den Platten auf dem Chicagoer Label Thrill Jockey als Aura zu kultivieren wussten. Ich meinte, plötzlich zu wissen, wie das jeweils neue Material klänge (eben nach charmanter Frickel-Electronica), ohne es en détail wahrgenommen zu haben, der Drang dazu hatte einem wohlwollenden Gestus der Po...

To read the full article / issue please login with your Freitag-ID. If you're not a subscriber of Freitag digital please choose one of our offers below.