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Die Mumien von Spatzen

Transparent, schlimmstenfalls weiß, irgendwie „invisible“, so stellt man sich Phantome vor. Dass sie in Wirklichkeit blau sind, elektrisierend blau, Yves-Klein-blau oder „blau wie Gazellenblut“, weiß zumindest Ahmed Mourad. Der ägyptische Erfolgsautor, der mit seinen Thrillern in Ägypten einen Leseboom auslöste, schickt uns in Der blaue Elefant auf einen DMT-Trip der psychedelischen Extraklasse. Dimethyltryptamin riecht ein bisschen wie Mottenkugeln und lässt LSD wie ein harmloses Kinderkaleidoskop erscheinen. Die Synapsen jedenfalls knallen nicht nur bei Jachja, Mou-rads Hauptfigur, einem Psychiater, durch. Der Flug über ein ägyptisches Kuckucksnest katapultiert auch den Leser in ein sprachliches Delirium. Mourad lockt auch den härtesten Ratio-Fetischisten aus der Reserve. Wie er seine H…

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