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V-Leute als Brandstifter

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Der „Thüringer Heimatschutz“ 1998, unterstützt mit staatlichen Mitteln Foto: Christian Ditsch/Imago

Selbstzweifel scheint der Chef des Bundesamtes für Verfassungsschutz nicht zu kennen. Hans-Georg Maaßen verteidigte vor einiger Zeit in der ARD sein Konzept, ausgewählte V-Leute in strategische Positionen der Nazi-Szene zu steuern. Über Top-Spitzel könne der Verfassungsschutz auf das rechte Milieu vorbeugend einwirken, erklärte der oberste Verfassungsschützer vor laufender Kamera.

In derselben Sendung wurde Maaßen freilich widerlegt. Ein hochrangiger V-Mann aus der Zwickauer Naziszene soll den NSU-Killer Uwe Mundlos beschäftigt haben – und zwar, als der bereits mit Haftbefehl landesweit gesucht wurde. Maaßens Verfassungsschutzbehörde erfuhr damals nichts von der Liaison zwischen d…

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