Loading

Faschisierung

Ich denke, man kann, allgemein gesprochen, die populäre Subjektivität, die der Kapitalismus hervorbringt und entfacht, Faschismus nennen. Sie erscheint, wenn etwa das System in eine schwere Krise gerät – wie in den dreißiger Jahren – oder aber, was vielleicht gravierender ist, unter der Wirkung der strukturellen Grenzen des Kapitalismus, die seine Globalisierung sichtbar macht. Eine Globalisierung, die, daran möchte ich erinnern, Expansion und zugleich Offenbarung der Unfähigkeit ist, die gesamte verfügbare Arbeitskraft zu verwerten.

Faschismus ist eine reaktive Subjektivität. Diese Subjektivität ist intrakapitalistisch, weil sie keine andere Gesamtstruktur der Welt anbietet. De facto richtet sie sich im Weltmarkt ein, und zwar in dem Maß, wie sie dem Kapitalismus vorwirft, nicht in der…

To read the full article / issue please login with your Freitag-ID. If you're not a subscriber of Freitag digital please choose one of our offers below.