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Biller unread

Was immer man über das neue Buch von Maxim Biller noch sagen kann, unstrittig ist, dass er es geschafft hat, den Roman zu schreiben, „der zu den großartigsten Verrissen der letzten Zeit antreibt“, wie der taz-Redakteur Dirk Knipphals auf Facebook bemerkte. Nun wird es kaum die Absicht von Biller gewesen sein, mit Biografie ein Werk zu schreiben, das seine Kritiker zu Höchstleistungen antreibt, aber wer weiß. Jedenfalls hat er gezeigt, dass die deutsche Literaturkritik nichts von ihrer Kraft eingebüßt hat, wenn nur der Richtige kommt. Und es sind ja nicht nur die Verrisse auf hohem Niveau, auch das bedingungslose Lob hat sich alle Mühe gegeben.

Insofern kann einer wie ich, der sich primär aufgrund des erdrückenden Umfangs entschieden hat, diesen Roman nicht zu lesen und in der Lektüre de…

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