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Als wir Europäer noch Exoten waren

Lord Byron? Nein, nicht der ist gemeint, sondern Robert Byron, der bis heute unbemerkt in dessen Schatten steht. Dabei hat der 1905 geborene Nachfahre des gleichnamigen Dichters und Philhellenen Lord Byron das vielleicht bedeutendste Reisebuch eines „Westlers“ über Iran und Afghanistan geschrieben: Der Weg nach Oxiana von 1937. Es ragt hervor, weil Byron eine Kulturgeschichte jener Länder anhand ihrer Bauwerke liefert und gekonnt kritisch, zuweilen ironisch den damaligen Modernisierungswahn in beiden Ländern kommentiert.

Wie eine Vorübung seines Reisebuchs von 1937 wirkt Europe in the Looking-Glass. Reflections of a Motor Drive from Grimsby to Athens, mit dem er 1926 debütierte. Der Brite, aus wohlhabender Familie, für sein Alter erstaunlich belesen und schon weit gereist, macht sich 19…

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