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Wie das Notwendige zu Freiheit wird

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Einst war Selberkochen eine Option, nun erscheint es wie eine Bürgerpflicht

Foto: Cavan Images/IMAGO

Mindestens so schön wie die Freiheit, etwas zu tun, kommt mir derzeit die Freiheit vor, etwas lassen zu können. Nehmen wir das Kochen, während Corona mangels Alternativen eine der relevantesten Fragen des Alltags. Ich denke inzwischen schon beim Frühstück darüber nach, was es abends zu essen geben könnte. Früher kam das zwar auch schon vor, nun aber vergeht kein Tag ohne. Noch mit dem Geschmack des Marmeladenbrots auf der Zunge darüber zu sinnen, ob es abends Polenta mit Pilzen, einen Kimchi-Topf oder Linsen mit Spätzle geben soll, ist zwar manchmal seltsam, scheint mir aber gesünder als die morgendliche Dosis aus Inzidenz, R-Wert und Impfquote.

Vielleicht kaufe ich tagsüber noch …

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