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Zum Glück ist Essen anti-identitär

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Essen ist, was man draus macht

Foto: Westend61/Imago

Ich komme gerade von einer längeren Reise zurück. Und wie immer mache ich nicht einmal die Wohnungstür zu, laufe noch im Mantel, die Reisetasche über der Schulter, in die Küche und schalte die Espressomaschine an. Sie knattert, pumpt und dampft, während ich die Post durchsehe, die Tür schließe, die ersten Sachen auspacke. Spätestens dann ist die Maschine betriebsbereit, ich gehe ans Kochen: Kaffee mahlen und in den Siebträger einfüllen, anpressen, ihn an die Maschine anhebeln, und dann Milch aufschäumen, während der Espresso dick wie Sirup in die Tasse läuft. Dieses Minimum an Zubereitung brauche ich, um wieder zu Hause zu sein. Und das sogar wenn noch vor ein paar Stunden – sagen wir in Triest – der perfekte Espresso vor mir …

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