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Geflüchtete in Belgrad im Januar 2017

Foto: Imago/ZUMA Press

Ein junger Mann Ende 20, er heißt Švabo, wahrscheinlich Jahrgang 1988, wie der Autor. Nach der Schule hat er Serbien verlassen, wo der Krieg sich trotz allem fortgesetzt hat, vor allem in den Köpfen der Menschen.

Švabos Familie ist zerrüttet. Er hasst seinen Vater, das „Beamtenarschloch“, einer der „stummen Schurken, ohne die kein von Menschen gemachtes System langfristig überleben könnte“. Die Mutter: schwach, unterwürfig, nostalgisch. Švabos Verbündete war die Großmutter. Sie unterstützte seinen Entschluss, abzuhauen nach Wien, gab ihm ihr gespartes Geld, damit er dort neu anfangen konnte. Nun ist sie gestorben. Nach zehn Jahren Exil kehrt der Erzähler zum ersten Mal zurück in die Plattenbauvorstadt Belgrads. Mit dem…

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