Loading

Klasse? Nation? Geschlecht?

placeholder article image
Budes Buch ist durchzogen von der Sorge, die exklusive Solidarität der Rechten könnte sich durchsetzen,

Foto: Manfred Segerer/Imago

Solidarität: Was das heißt, ist längst nicht mehr evident, sondern hart umkämpft. Diese Unsicherheit ist die wichtigste der Diagnosen des Soziologen Heinz Bude. In seinem Essay über die Solidarität zeichnet er in einer Reihe von zeitdiagnostischen Texten nach, was Solidarität einst hieß und heute heißen kann. Vom revolutionären Solidaritätspathos, das auffordert, sich in den Kampf für eine bessere Welt einzureihen, ist heute nicht mehr viel übrig. Was bleibt, ist meist nüchterner und pragmatischer: Solidarität ist das, was wir praktizieren, wenn wir anerkennen, dass wir nur gemeinsam leben können. Wie sich das äußert, welche Form die Solidarität ann…

To read the full article / issue please login with your Freitag-ID. If you're not a subscriber of Freitag digital please choose one of our offers below.