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Ein anderes Kaliber

Anfang März ploppte die erste Droh-SMS vom selbsternannten „SS-Obersturmbannführer“ auf Idil Baydars Handy auf. Am Tag des Attentats auf mehr als 50 muslimische Menschen im neuseeländischen Christchurch, am 15. März, ging es weiter – ein anonymer Absender ließ sie über den Kurznachrichtendienst 5 vor 12 wissen: „So wie heute in Neuseeland knallen wir dich und Halise Baydar ab.“ Halise ist Idils Mutter, deren Namen sie bislang stets aus der Öffentlichkeit herausgehalten hatte. Sie sei weder überrascht noch schockiert, verriet die Kabarettistin, als sie Screenshots der Nachrichten auf ihrem Facebook-Account veröffentlichte. „War mir schon klar, dass die Möglichkeit besteht, dass ich auch ins Fadenkreuz gerate.“

Die 1975 in Celle geborene Schauspielerin und Komödiantin ist vor allem durch …

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