Loading

Normale Gewalt

placeholder article image
„Wir wollen keine Gebäude besetzen und illegal leben, aber es ist eben immer noch besser, als auf der Straße zu hausen.“

Foto: Alberto Pizzoli/AFP/Getty Images

Handys liegen herum, Schränke stehen offen, herausgezogene Schubladen hängen herab, Papiere und Zeitungen liegen im Raum verstreut. An den Wänden hängen Fotografien von Hochzeiten und Kindern, alles in Eile zurückgelassen, als die Polizei das Gebäude stürmte. Vor sieben Monaten wurde das ehemalige Bürogebäude an der Piazza Indipendenza im Zentrum Roms geräumt. Dies zwang etwa 800 eritreische und äthiopische Flüchtlinge, die dort vier Jahre lang gelebt hatten, alles stehen und liegen zu lassen, was sie im Moment der Razzia nicht mitnehmen konnten. „Es wurde uns gesagt, wir sollten ihnen vertrauen und in Bussen mit ihnen ko…

To read the full article / issue please login with your Freitag-ID. If you're not a subscriber of Freitag digital please choose one of our offers below.