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The week

from 29. until 4. April 2018

Nordkorea

Show mit Kim

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Foto: Getty Images

Um zu zeigen, dass er es ernst meint mit der Nord-Süd-Entspannung, hat Kim Jong-un in Pjöngjang das Programm Der Frühling kommt besucht. Mit Gesang, Tanz und Kampfsport gastierte ein südkoreanisches Ensemble. Erstmals seit zehn Jahren wurde ein solcher Auftritt vor einem nordkoreanischen Staatschef gezeigt. Kim traf sich dann mit Künstlern wie Cho Yong-pil und der K-Pop-Gruppe Red Velvet (Foto) aus Seoul – Beobachtern zufolge eine Einstimmung auf den Ende April im Ort Panmunjeom in der entmilitarisierten Zone geplanten Gipfel zwischen Kim und Moon Jae-in, dem Präsidenten Südkoreas. Es wäre das dritte Treffen auf dieser Ebene seit Ende des Korea-Krieges 1953. Lutz Herden

Kriminalität

Sicherheit für Bayern

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Foto: Imago

Im Mai will die CSU-Landesregierung in Bayern ein neues Polizeigesetz verabschieden. Es würde weitreichende Eingriffe in Grundrechte und Privatsphäre der Bürger ermöglichen, etwa eine Telefonüberwachung oder die Beschlagnahmung von Post ohne konkreten Verdacht. Reagiert der Freistaat damit auf immer größere Gefahren durch Kriminelle und Terroristen? Jedenfalls nicht auf Grundlage aktueller Zahlen. Die Zahl der Straftaten ohne ausländerrechtliche Delikte wie mutmaßlich illegale Grenzübertritte sei 2017 um 4,6 Prozent zurückgegangen, teilte Landesinnenminister Joachim Herrmann mit. Der Freistaat Bayern sei damit so sicher wie seit dem Jahr 1991 nicht mehr. Malte Thie

Kommunen

Überschüsse zu Löhnen

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Foto: Imago

Die Kommunen verzeichnen für das Jahr 2017 einen Rekordüberschuss von 10,7 Milliarden Euro. Maßgeblich dafür sind die gute Konjunkturlage, niedrige Zinsen und gestiegene Zuwendungen des Bundes, etwa bei den Integrationskosten. Einnahmen von 258 Milliarden (+4,6 Prozent) standen Ausgaben von 248 Milliarden Euro (+2,5) gegenüber. Die Gewerkschaft Verdi wird diese Zahlen interessiert registrieren: Mitte April steht die dritte Tarifverhandlungsrunde für die 2,3 Millionen Beschäftigten des öffentlichen Dienstes in Bund und Kommunen an. Verdi fordert Entgelterhöhungen von sechs Prozent, mindestens aber 200 Euro pro Monat, und hat weitere Warnstreiks angekündigt. Malte Thie

Syrien

Ostern in Damaskus

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Foto: Getty Images

Nachdem bekannt wurde, dass auch die von Saudi-Arabien finanzierte Rebellengruppe Dschaisch al-Islam (Heer des Islams) ihre Stellungen in Duma (Ost-Ghuta) verlassen hat und sich mit Bussen in eine türkisch kontrollierte Enklave bringen ließ, konnten in Damaskus Tausende Christen Ostern erstmals seit Jahren wieder ohne Angst vor Raketenangriffen begehen. Frauen, Männer und Kinder zogen in langer Prozession durch die Altstadt bis in die Kirchen, darunter Soldaten in Uniform sowie christliche Pfadfindergruppen. Es wird damit gerechnet, dass nun auch Christen, die aus den von Islamisten besetzten Gebieten geflohen sind, vermehrt in ihre syrische Heimat zurückkehren. Sabine Kebir

Brasilien

Schüsse auf Lula

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Foto: Imago

Eine „internationale Anzeige“ wegen eskalierender Gewalt will die Arbeiterpartei (PT) auf den Weg bringen. Wie das Portal amerika21 schreibt, möchte Parteichefin Gleisi Hoffmann damit auf die Passivität antworten, mit der die Regierung auf den mutmaßlich politisch motivierten Anschlag auf Ex-Präsident Lula da Silva reagiert hat. Am 27. März war dessen Fahrzeugkonvoi beschossen worden, der ohne Polizeischutz zwischen Quedas do Iguaçu und Laranjeiras do Sul im Südstaat Paraná unterwegs war. Zwar wurde niemand verletzt, doch sah es bei einem Angriff Tage zuvor ganz anders aus. Lula bereist gerade das Land, um für sich als Kandidat der Präsidentenwahl am 7. Oktober zu werben. Lutz Herden