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Walter Benjamins kleine Bestie

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Die Pariser Passagen der 1930er Jahre waren für Walter Benjamin (rechts) ein mythologischer Ort Fotos: Musée Carnavalet/Roger-Viollet/The Image Works, Germaine Krull/Museum Folkwang (r.)

Eine Ironie vieler Meisterwerke der Weltliteratur ist es, dass sie nie fertig wurden. James Joyces Finnegans Wake ist so eins, oder Marcel Prousts Suche nach der verlorenen Zeit. Walter Benjamin, der Proust verehrte, nannte dessen Werk eine „unkonstruierbare Synthesis“ und „unfaßlich“. Das darf nicht falsch verstanden werden. Er liebte Prousts modernes Epos, entdeckte in dessen Stil eine „Struktur des Erwachens“, die er für revolutionär hielt. Dass sich das Buch ein wenig dagegen sträubt, gelesen zu werden, faszinierte ihn.

Und wie bei Proust tauchen Schlafen und Erwachen auch bei Benjamins Lebe…

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