Loading

Geschenk, Gedichte und Tänze

Die nicht-repräsentative Umfrage unter Serien-Guckern meiner Umgebung ergibt derzeit ein besorgniserregendes Stimmungsbild: Erschöpfung und Ratlosigkeit. Frauen kennen es als Klamottensyndrom: „Voller Kleiderschrank, aber nichts zum Anziehen.“ Übertragen auf den Serienkonsumenten heißt das: Die Festplatte quillt über, Netflix und Amazon schmeißen wöchentlich ganze Staffeln auf den Markt, und man weiß immer weniger, was man jetzt angucken soll. Die Medienaufmerksamkeit wendet sich meist den schweren Stoffen zu, den Thrillern über Post-Apokalypse, Überwachungsstaat und was sonst noch nah an unserer Gegenwart scheint. Dabei gehen die Genres unter, die einst die Stärke des Fernsehens ausmachten: Serien, die mit Charme und Leichtigkeit von Freundeskreisen und Liebe erzählen, ganz ohne Mord u…

To read the full article / issue please login with your Freitag-ID. If you're not a subscriber of Freitag digital please choose one of our offers below.