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Erst anlocken, dann kastrieren

Immer wieder kommt es vor, dass der Wissenschaft Erstaunliches gelingt. Etwa Fotos von der Marsoberfläche oder die Erkenntnis, dass sich Hunde am Magnetfeld der Erde ausrichten, wenn sie ihr Geschäft verrichten. Dann gibt es Tage wie den Mittwoch der vergangenen Woche, an dem der US-amerikanische Studentenkreditfinanzierer LendEDU seine Tinder-Studie veröffentlichte. Tinder, das ist eine Dating-App, auf der sich karohemdtragende Studenten mit „Work hard, play hard“-Attitüde durch einfaches Wischen auf dem Smartphone zu Sex mit minifahrenden Privatstudentinnen, die „nächstes Jahr unbedingt zum Tomorrowland-Festival wollen“, verabreden (und umgekehrt). Dachte man zumindest. Denn die Studie kommt zu einer überraschenden Erkenntnis.

„Halt“, werden Sie jetzt vielleicht sagen, „was interessie…

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