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Nervöser Walzer

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Haltung ist die halbe Miete – beim Tanzen und im Westberlin des Jahres 1963

Foto: Boris Laewen/ZDF

Es kann kein Zufall sein. 1963, in dem Jahr, in dem die dritte Staffel von Ku’damm spielt, erscheint bei Rowohlt zum zweiten Mal die deutsch-französische Ausgabe der Gedichte von Arthur Rimbaud. Dass ich ein anderer sei, die Hellsicht Rimbauds, schwebt wie ein guter böser Geist über der dritten Staffel der TV-Serie. Er schmiegt sich in die Geschichte wie ein erwachender, noch leicht schlaftrunkener Möglichkeitssinn, der die Damen und Herren (wir befinden uns im Kosmos der Tanzschule „Galant“) in Unruhe versetzt, als seien sie im Begriff, sich als Marionetten von den Fäden zu lösen, die sie führen, und nun aus eigener Kraft in die Welt zu treten und Geschichte zu schreiben. Die Spra…

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