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Italienische Taufe, Songs von Nena – und ich

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Palmsonntag 2017 im Vatikan

Foto: Franco Origlia/Getty Images

„Spiel was von Nena“, rief ein Italiener. Alle kannten 99 Luftballons, ich sang Leuchtturm. Den Refrain sangen alle mit. Es hatte für mich etwas Spirituelles, Entrücktes, irgendwie auch Europäisches. Ostern in Italien.

Während wir Eier färbten und bemalten, hörten wir Hannes Wader: „Leben einzeln und frei, wie ein Baum und dabei / brüderlich wie ein Wald, diese Sehnsucht ist alt …“. Da war ich ein Kind und meine Eltern hatten etwas, worum ich sie beneidete, eine Utopie, etwas, an das sie glaubten, jene sozialistische Idee, dass niemand Existenzängste haben darf. Sie hielten sich daran fest. Nicht am System, aber dem Gedanken.

Sie nahmen uns mit zum Festival des Politischen Liedes, wo Künstler wie Miriam Makeba oder Miki…

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