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Heine, die Zensur und wir

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Christa Wolf im Halbschatten einer ungewissen Zukunft

Foto: Alastair Thain/Intertopics/ddp

Wie soll ein Mensch ohne Zensur schreiben, der immer unter Zensur gelebt hat?“ Sie haben es erraten: Heinrich Heine, der als junger Mann an dieser Universität (damit gemeint ist die heutige Humboldt-Universität zu Berlin – Anm. d. Red.), in der wir uns durch die Einwirkung höherer Gewalt versammeln, bei Hegel, Raumer, Savigny gehört hat, stellt sich diese Frage viele Jahre später, in Paris. Er klagt: „Aller Stil wird aufhören, die ganze Grammatik, die guten Sitten. Schrieb ich bisher etwas Dummes, so dachte ich: Nun, die Zensur wird es streichen oder ändern, ich verließ mich auf die gute Zensur. – Aber jetzt – ich fühle mich sehr ratlos! Ich hoffe auch immer, es ist gar nicht wahr und die …

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