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Allein und verwundbar

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Wer kann sich in Selbstquarantäne aufhalten – und wer nicht?

Foto: Martin Rose/Getty Images

Seit dem Ausbruch des Coronavirus in Deutschland ist viel die Rede von Solidarität. Dieser Begriff war „lange Zeit etwas für jene, die durch Unterdrückungs- und Ausgrenzungserfahrungen zusammengehalten werden“, erklärt der Soziologe Heinz Bude in der Zeit. Nun werde er gewissermaßen modernisiert: „Alle gemeinsam empfinden, wie verwundbar sie sind.“ Vor dem Virus sind alle gleich, das wird in diesen Tagen gerne behauptet. Nur: Das stimmt nicht. Manche sind verwundbarer als andere.

Immer schon waren Krankheit und Tod auch eine soziale Frage. Dauerhaft in Armut lebende Menschen sterben zehn Jahre früher, das haben Studien immer wieder gezeigt, zuletzt eine EU-Sozialstudie im vergangenen Jahr.…

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