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Jede Menge Kröten

Der nächste Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB) sollte ein Deutscher sein. Spätestens nach der EU-Wahl werden die Euro-Staaten den Nachfolger für Mario Draghi bestimmen. Bundesbank-Präsident Jens Weidmann gilt als Favorit – ausgerechnet jener Mann, der in den vergangenen Jahren als interner Opponent im EZB-Rat auftrat und die Geldpolitik andauernd als zu locker kritisierte. Doch genau das macht ihn geeignet für die kommenden Aufgaben, die ein Deutscher wohl am besten erledigen kann. Dies wiederum liegt nicht an der EZB, sondern an der außerordentlichen ökonomischen Lage der Eurozone: Die alten Regeln scheinen nicht mehr zu gelten.

Gemäß ökonomischer Theorie sollte ein Konjunkturzyklus eigentlich so ablaufen: Im Abschwung senkt die Zentralbank die Zinsen und fördert so die Kredi…

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