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Erziehung in Auschwitz

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Das Monster der Erinnerung kann man immer noch besuchen, wie hier in Auschwitz-Birkenau

Foto: Christopher Furlong/Getty Images

Geschichten entwickeln Spannung, weil sie vom Anfang her erzählt werden und das Ende nicht ahnen lassen. Geschichte erklären wir vom Ende her. Das ist angenehmer, denn so bleibt man außen vor, beobachtet, analysiert, lernt. Man ist dann nie Teil dieser Geschichte, sondern immer schon schlauer als die, die sich historischer Verfehlungen schuldig gemacht haben.

Das ist besonders wahr für den Zivilisationsbruch des Holocaust. Den möchte man dringlich als historische Verfehlung sehen, empört sich, grenzt sich ab von „den Nazis“, den Umenschen. Wird diese Geschichte, was selten vorkommt, von ihrem Anfang her erzählt, wird sie noch unerträglicher. Denn der Unm…

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