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Das Geld, bitte

Steht denn irgendwo geschrieben, dass die Kamera bei einer Verfolgungsjagd immer nur die einander hetzenden Autos und ihre Fahrer im Blick behalten darf? David Lowery nimmt sich zu Beginn seines Films nonchalant die Freiheit, abzuschweifen. Nachdem Forrest Tucker einen Bankraub verübt hat, wechselt er den Fluchtwagen. Der Kamera bleibt dieser Moment verborgen, stattdessen folgt sie ein paar spielenden Kindern, schwenkt über die Graffiti auf einer Wand, um dann den Faden der Handlung wieder aufzunehmen.

Lowery inszeniert diese Standardszene des Gangsterfilms mit einer Beiläufigkeit, die sie in den Fluss des Alltags einbettet. Der wahren Geschichte, die Ein Gauner & Gentleman erzählt, gebricht es nicht an Spektakulärem: Der tadellos gekleidete, stets zuvorkommend auftretende Forrest (…

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