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Vielleicht feige

Was tust du, wenn du zu lange nichts getan hast? Wenn du dich verkrochen, rausgehalten, nie interessiert hast? Du lieber keine Fragen gestellt hast und nicht wissen wolltest, was um dich herum geschieht? Du einfach dein Leben gelebt hast, ein einfaches, ehrliches Leben; mit deiner Familie, das heißt, mit denen, die davon übrig sind; in deiner Siedlung, das heißt, in dem, was davon noch geblieben ist, nachdem die Geschichte die Welt deiner Eltern abgewickelt hat. Was tust du, wenn dann plötzlich die Geschichte über dir einbricht, die Welt sich ihren Tribut holt für die Kompromisse der Vergangenheit, die dich – so glaubtest du – doch nie betrafen? Wenn im Artilleriefeuer der „Anderen“ deine heile Welt untergeht, deren jahrelangen Verfall du stets ignoriert hast – ignorieren konntest, bis …

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