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Sie wussten, was sie taten

Das erste Mal war heftig. Die Träume danach, die Unsicherheit auf der Straße. Inzwischen hat Pablo Fajardo den Gedanken akzeptiert, dass seine Gegner ihn umbringen wollen. Aufgeben würde er deswegen nicht. Aber er ist vorsichtiger geworden, seit der ersten Morddrohung. Bustickets zum Beispiel bucht er frühestens drei Stunden vor Abfahrt. „Ich könnte es mir nie verzeihen, wenn wegen mir eine Bombe hochgeht und irgendein Unschuldiger stirbt“, sagt er.

Pablo Fajardo, 45, Familienvater, am liebsten mit dem Fahrrad unterwegs, ist der Mann, der sich mit dem fünftgrößten Ölkonzern der Welt anlegt. Nur dafür hat er Jura studiert und ist Anwalt geworden. Weil sein Vater, ein Kakaobauer, ihm das Studium nicht finanzieren konnte, legten alle Leute aus dem Dorf ihr Geld zusammen. Sie wollten, dass …

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