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Eine traurige Séance

Ist das Konservative tatsächlich zurück? Knapp drei Monate nachdem Alexander Dobrindt in bemerkenswerter Diskursverwirrung zur „konservativen Revolution“ aufgerufen hat, will es fast so scheinen. Besetzt doch ein bayerischer Heimatminister das Bundesinnenressort und will auch sogleich das angeblich christliche Abendland gegen den angeblich undeutschen Islam abriegeln. Verteidigt ein konservativer Hoffnungsträger als Volksgesundheitspolizist die hart arbeitenden Bürger gegen Hartz-IV-Empfänger und andere Globalisierungsgewinner. Und erklärt sich eine breite Front aus exlinken, liberal- bis nationalkonservativen und neurechten Intellektuellen im Minimalkonsens nun endlich für solidarisch mit denen, die seit bald drei Jahren gegen die Flüchtlingspolitik von Regierung und Parlament auf die …

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