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Mehr Jürgen wagen

Als die Grünen bei der letzten Bundestagswahl 8,4 Prozent holten, sprach man von Schock und Desaster. Ein Schuldiger war schnell ausgemacht: Jürgen Trittin. Das Programm, mit dem er und seine Co-Spitzenkandidatin Katrin Göring-Eckardt antraten, sei zu links gewesen, lautete das Resultat der „harten Analyse“ nach der Bundestagswahl: zu viel Steuern, zu viel Umverteilung, zu viel Gerechtigkeit. Inzwischen würden die Grünen wohl erleichtert auf Umfragewerte reagieren, die deutlich über der Acht-Prozent-Marke liegen. In Nordrhein-Westfalen dümpeln sie knapp zwei Monate vor der wichtigen Landtagswahl bei Werten von sechs Prozent, das Scheitern an der Fünfprozenthürde ist da nicht mehr außer Sichtweite.

So langsam müsste den Grünen schwanen, dass ihnen die nach der letzten Bundestagswahl besc…

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