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Hier wird trainiert

Es geschah plötzlich. Das unerwartete Abrutschen, der wuchtige Aufprall auf den harten Stein. Eine Ironie des Schicksals, dass mein Kletterunfall nicht draußen am Fels, sondern in urbaner Umgebung geschah, ausgerechnet am Tag nach der Rückkehr von einer Hochtour in den Pyrenäen. Ich war von zwei Metern rücklings gefallen und hatte mir dabei Brüche unterhalb der Handgelenke zugezogen. Der ärztliche Rat: Ruhe. Mindestens drei Monate sollte ich meine Hände so wenig wie möglich belasten. Der Verzicht auf Computer und Hausarbeit war überhaupt kein Problem. Aber monatelang pausieren, die Kondition verlieren? Lächerliche, ja privilegierte Sorgen, doch dass ein Hobby zur Leidenschaft wird, für manchen in der Prioritätenliste gleichauf mit (oder höher als) Lohnarbeit, Ausbildung, Paarbeziehung o…

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