Loading

Zu Hause ausgegrenzt

placeholder article image
Demonstration in Hanau, drei Tage nach dem mörderischen Terror vom 19. Februar 2020

Foto: Michael Danner/laif

Es ist nicht lange her, dass mein Vater mir erzählte, dass einer seiner besten Freunde Krebs hat. Und es ist vier Wochen her, dass er mir erzählte, dass dieser Freund seinen Sohn bei dem rassistischen Attentat verloren hat.

Ich bin in Hanau-Kesselstadt aufgewachsen – keine 100 Meter von dem Haus des Täters entfernt. Wir Kinder spielten davor. Wir waren die, über die sein Vater damals schon schimpfte; unsere älteren Geschwister, die, mit denen er sich nicht anfreunden wollte. Die, die hier nicht hingehörten. Wir waren alle gebürtige Hanauerinnen und Hanauer. Auf dem Kurt-Schumacher-Platz kratzten wir nach der Schule unser letztes Geld zusammen, um Naschtüte und Cola zu kau…

To read the full article / issue please login with your Freitag-ID. If you're not a subscriber of Freitag digital please choose one of our offers below.