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Opfer im Widerstand

Ostdeutschsein ist zu einer Chiffre geworden, die eine identitäre Gegenkultur zum Ausdruck bringt. Auch Kulturschaffende sind anfällig für das unangepasste und widerständige Bild, das die AfD und andere neurechte Akteure von sich selbst zeichnen. Unter jenen Künstler*innen und Literat*innen finden sich etablierte Namen, die sich im selbst ernannten Dissidentenstatus wähnen und in die neurechte Kakofonie einstimmen.

Der von rechts ausgerufene „Kulturkampf“ hat also seine Künstler gefunden – und umgekehrt. Er beginnt in einer Kritik am Islam und einem vermeintlich linken Mainstream und mündet oftmals in der Frage: Wem gehört der Osten? Dabei geht es um die Deutungshoheit über die eigene Geschichte, um die Nachwendezeit und um die Erfindung einer genuin ostdeutschen Identität, die sich aus …

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