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„Nach Corona: Die Finanzmärkte entmachten“

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Der „Bulle“ vor der Börse in Frankfurt am Main, 14. März 2020

Foto: Oliver Ruether/laif

Das mikroskopisch kleine, unsichtbare Coronavirus lähmt nicht nur unseren Alltag: Es lässt uns auch in Zeitlupe miterleben, wie dem globalisierten Kapitalismus, so wie wir ihn kennen, die Luft zum Atmen wegbleibt. Mit jedem Tag, der vergeht, scheint wahrscheinlicher, dass unser Wirtschaftssystem nach der Krise nicht mehr das gleiche sein wird.

der Freitag: Herr Schulmeister, lassen Sie uns doch erst mal skizzieren, wie sich die Corona-Pandemie auf die Wirtschaft auswirken würde, wenn Regierungen und Notenbanken nicht eingreifen würden. Wie muss man sich das vorstellen?

Stephan Schulmeister: Wir steuern auf eine weitaus schwerere Krise als 2008/2009 zu, das kann man jetzt schon mit Sicherheit sa…

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