Loading

Wenn Schönheit im Auge des Gesetzes liegt

placeholder article image
Das italienische Kassationsgericht in Rom

Foto: Andreas Solaro/AFP/Getty Images

Eigentlich, so könnte man zynisch meinen, hat sich die 22-Jährige, die 2015 im italienischen Ancona Anzeige wegen einer Vergewaltigung erstattet hatte, vorbildlich verhalten. Nicht nur habe sie es unterlassen, die mutmaßlichen Vergewaltiger durch hübsches Aussehen und kurze Röcke zu provozieren. Sie habe sie sogar durch ihr eher maskulines Aussehen aktiv abgestoßen. Das geht laut der Justiz aus dem der Akte beigelegten Foto hervor. Und einem Spitznamen, den die mutmaßlichen Vergewaltiger der Klägerin gaben. In deren Handy war sie als „Nina Wikinger“ eingespeichert. Fazit: Wer einen solchen Spitznamen verdiene, könne gar nicht vergewaltigt worden sein. Obwohl die Verletzungen der jungen Frau eine Verg…

To read the full article / issue please login with your Freitag-ID. If you're not a subscriber of Freitag digital please choose one of our offers below.