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Diesen Prozess kannst du nur verlieren

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Manuskript des Romans „Der Prozess“ von Kafka

Foto: Imago/CTK Photo

Als der an Tuberkulose erkrankte Franz Kafka 1924 auf dem Sterbebett liegt, schreibt er an seinen besten Freund Max Brod. Die Zeilen werden eine Art Testament („... vielleicht stehe ich dieses Mal doch nicht mehr auf“). Kafka nennt darin die wenigen Texte, die seiner Meinung nach „Bestand haben“, unter anderem Das Urteil und Die Verwandlung. „Dagegen ist alles, was sonst von mir vorliegt (…) ausnahmslos zu verbrennen und dies möglichst bald zu tun bitte ich Dich.“

Die Notiz, die in Kafkas Schreibtisch in der Prager Wohnung seiner Eltern entdeckt wird, in der er bis zu seinem Tod lebte, bringt Max Brod in ein enormes Dilemma. Seit die beiden sich 22 Jahre zuvor während ihres Jurastudiums an der Karls-Universität …

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