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Ach, erzähl mal

Nach dem Abschied von den „großen Erzählungen“ kommt das Erzählen. Das ist nicht so neu und unterliegt Konjunkturschwankungen. Nach der Wende sollten wir uns unsere Geschichten aus Ost und West erzählen – und es hat wohl wenig genutzt, vergangenes Jahr wiederholte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier den Appell, wieder mehr miteinander zu reden und zuzuhören und in unseren Geschichten einen gemeinsamen Verstehkern freizulegen. Auch bei Veranstaltungen der Grünen ist seit einigen Jahren zu hören, dass man neue „Narrative“ brauche. Und im kürzlich erschienenen Magazin Historische Urteilskraft des Deutschen Historischen Museums preist der Schriftsteller Daniel Kehlmann den „Möglichkeitssinn“ des historisch Erzählbaren.

Diese Hinwendung zum Narrativen ist auch ein Ausdruck für die Krise …

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