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Ein Kessel doch recht Buntes

DDR-Kunst ist eine sperrige Angelegenheit, jedenfalls könnte man das meinen, wenn man die kunsthistorischen Debatten betrachtet, die mit beinahe atomuhrpünktlicher Regelmäßigkeit in den Feuilletons aufkommen. Vergangenes Jahr erst war es im Rahmen des „sächsischen Bilderstreits“ zu einem medial ausgetragenen „High-Noon-Showdown“ (FAZ) gekommen. Der Dresdner Kunstwissenschaftler Paul Kaiser hatte die Direktorin des Dresdner Albertinums Hilke Wagner öffentlich kritisiert und ihr vorgeworfen, sie habe die DDR-Kunst kurzerhand ins Depot verbannt. Das hänge auch, so Kaiser, mit „kolonialen Attitüden“ vieler westdeutscher Kuratoren zusammen, zu denen auch Wagner gehört.

DDR-Kunst bleibt ein Stein des Anstoßes. Für die einen, vor allem Bürger der DDR, bedeutet ihr Fehlen in Museen einen kultur…

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