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Rückstand durch Technik

Der Vorspann zeigt mehrere Spalten diskontinuierlichen Zeichensalat: simulierter Programmiercode, aus dem der Filmtitel herauspräpariert wird. Schon in den 1990ern hätte das kaum unter Avantgardeverdacht gestanden. Heute wirkt es angestaubt, solange es nicht als Retrogeste gesetzt wird. Von solchen Ambitionen ist Die Jones – Spione von nebenan weit entfernt. Der aktuellen Technik und den dazugehörigen Diskursen hinkt Greg Mottolas Actionkomödie unironisch hinterher – was in einem Film, der von Industriespionage handelt und seinen an James- Bond-Routinen entlang konstruierten Plot durch Überwachungstechnologie vorantreibt, fast penetrant ins Auge springt.

Kurzum: Die Jones – Spione von nebenan ist kein besonders cooler Film. Passenderweise arbeitet die Hauptfigur Jeff Gaffney (Zach Galif…

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