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Perser und Iraner

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Ein genauerer Blick lohnt sich meistens Foto: John Moore/Getty Images

„Die iranische Literatur ist reich an Schätzen“, hieß es unlängst in den LiteraturNachrichten, in ihrer ersten Ausgabe als Beilage der taz. Schwärmerisch ging es weiter: „Die persische Literatur ist eine Schatztruhe, deren Inhalt hierzulande nach und nach entdeckt wird.“ Im Spielplan des Berliner Maxim-Gorki-Theaters für März bis Juli 2017 wird der persischsprachige Titel der Tanzperformance Yeki Bud Yeki Nabud („Es gab jemanden, es gab niemanden“) der Choreografin Modjgan Hashemian wie folgt kommentiert: „Mit diesem Satz beginnen iranische Märchen.“

Dies sind nur zwei Beispiele für den verwaschenen Gebrauch der Begriffe. Die Annahme, dass „persisch“ und „iranisch“ identisch seien, ist das Problem. Iran ist ei…

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