Loading

Wir sind ja so plural

Die Wirtschaftswissenschaften sollen endlich plural werden, fordern viele Studierende. Die Alteingesessenen der Ökonomik halten dagegen, diese Forderung gehe an der Realität vorbei. Pluralität gebe es längst, die Kritiker trügen Eulen nach Athen, so der selbstgefällige Tonfall vieler Etablierter wie etwa des Nachwuchsbeauftragten der größten deutschen Ökonomen-Vereinigung, des Vereins für Socialpolitik, Rüdiger Bachmann.

Doch dieser Argumentation ist nur schwer zu folgen. Nach dem Verständnis der großen Mehrheit der Ökonomen geht es in ihrem Fach um die „Allokation knapper Ressourcen“. Demnach braucht man immer mehr oder etwas anderes, als man hat. Das soll hinreichend sein für die Erklärung wirtschaftlichen Handelns. Vertreter des Mainstreams propagieren, ein „methodologischer Individu…

To read the full article / issue please login with your Freitag-ID. If you're not a subscriber of Freitag digital please choose one of our offers below.