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Wie es Goethe mit dem Wachstum hielt

Hans Christoph Binswanger, der Wachstumskritiker und emeritierte Professor für Volkswirtschaftslehre, legt nach: Schon 2005 war Geld und Magie erschienen, seine „ökonomische Deutung von Goethes Faust“. Jetzt will er mit einem neuen Sammelband auch Träume, Theologie, Lyrik und Kunst überhaupt seinem Anliegen dienstbar machen: „Die Geldschöpfung statt allein auf die unendliche Vermehrung monetärer Gewinne wieder stärker auf konkrete, lebensdienliche Ziele hin auszurichten.“

Texte zur Faust-Tragödie bilden auch im neuen Buch den Schwerpunkt. Man sieht einerseits, wie Binswangers Mut zu „Grenzgängen“, die das eigene Spezialwissen transzendieren, ihn zu allzu wildem Denken verführen: Er behauptet, Faust habe die Papiergeldschöpfung zu Beginn des zweiten Teils der Tragödie genutzt, um in Schi…

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