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Die Welt ist Hund

Jazzlegende Louis Armstrong befand einmal: „Mit einem kurzen Schweifwedeln kann ein Hund mehr Gefühle ausdrücken als ein Mensch mit stundenlangem Gerede.“ Die Performancekünstlerin und Regisseurin Laurie Anderson widerspricht ihm mit ihrem essayistischen Dokumentarfilm Heart of a Dog eindringlich, indem sie beides kombiniert, das Wedeln und das Reden, und so eine emotionale Collage kreiert, die die menschliche und tierische Wahrnehmung hinterfragt.

Im Zentrum der Arbeit steht Andersons Terrierdame Lolabelle, die für die Regisseurin einem Familienmitglied mindestens ebenbürtig war. In der Eröffnungssequenz irgendwo zwischen Fantasie und Albtraum schenkt sie der Hündin das Leben, überschüttet sie mit Liebe, nicht ohne deutlich zu machen, dass Mensch und Tier ein ungleiches Machtverhältnis…

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