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Die Meise hält sich bedeckt

Es ist kompliziert, in einer Zeit zu leben, in der Ideologien als überwunden gelten. Im postideologischen Zeitalter dominieren aufgeklärte, vernünftige Wesen. Diese erweisen sich als furchtbar langweilig. Dazwischen erscheinen hin und wieder einzelne Durchgeknallte auf dem Parkett, Amokläufer, Fanatiker oder Fantasten. Auch keine verlockende Alternative. Eine ganz und gar vernünftige, aufgeklärte Welt – hin und wieder aufgeschreckt durch Attentate irrer Terroristen – wäre trostlos. Da erschiene ja selbst der eigene Tod als Lichtblick, als einzige wirklich überraschende Unbekannte auf einem Lebensweg öder Vernunft.

Genau hier kommt die Natur ins Spiel. Ihre Grotesken zu entdecken und deren Sinn zu enträtseln, obliegt der Wissenschaft. Politik und Religion haben in den vergangenen Jahren …

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