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Blut aufwischen. Und weiter

Wenn Parvin an ihrer Nähmaschine sitzt, denkt sie an ihre Kinder. Kein Tag vergeht, an dem sie nicht an sie denkt. Sehen kann sie ihre Kinder viermal im Jahr. Parvin ist 28, sie kommt aus dem ländlichen Süden Bangladeschs. In der Hauptstadt Dhaka fand sie Arbeit in einer der 5.000 Textilfabriken, die in den vergangenen Jahrzehnten an den Rändern der Metropole aus dem Boden gestampft wurden. Aber in Dhaka sind die Lebenshaltungskosten zu hoch für Parvins Lohn. So teilt sie sich ein kleines Zimmer. Spart, wo sie kann, um möglichst viel Geld zu ihren Eltern zu schicken, wo die Töchter aufwachsen.

Wie Parvin geht es vielen Frauen hier, sagt Nazma Akter, Präsidentin der Textilarbeiter-Gewerkschaft SGSF. Sie sitzt in einem kleinen Büro im zweiten Stock eines Wohnhauses in Dhaka. Von nebenan d…

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